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Tagebuch "Der Weg der Wölfe" Expedition
2005: zu Fuß durch die Karpaten von Rumänien bis Deutschland über 2000 km.

15. Woche
Hier gibt es
eine Liste mit Anschriften von Pensionen in der Umgebung von Rietschen, dem Ort
in dem ich am 20. Juli in Deutschland angekommen bin.
Hier gehts
zur nächsten Möglichkeit an meinem Projekt teilzunhemen.....
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Rumänien |
Ukraine |
Slowakei |
Polen
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Deutschland |
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Woche 1 |
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Amelie
Anja

Nicola
Paul
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8. Juli Beobachtungen
am Lager: Hirsch der den Weg überquert
Heute morgen sind Jürgen und Hans nach Prag
unterwges um Nicola und Paul dort abzuholen. Die anderen zwei Teilnehmer,
Anja und Amelie kommen nach Breslau. Die werden wir am Nachmittag abholen. Gleichzeitig bringen wir Sasche, Ingo und
Wenzel zum Bus. Weil Wenzel erst 14 ist, werden wir bis zu seiner Abfahrt
abends um 21:00 bei ihm bleiben.
Ich fahre nach Breslau mit, um in einem
Internetcafe verschiedene Probleme die auf meiner Homepage aufgetaucht sind
zu beheben. Jürgen und Hans kamen erst gegen
16:00 zurück. Sehr spät denn wir brauchen auch fast 2 Stunden um nach Breslau
zu kommen. Wir finden den Busbahnhof auf anhieb und stellen fest, dass der
Bahnhof direkt nebenan ist. Am Bahnhof angekommen suchen wir zunächst
Amelie und ich hoffe, dass Anja auch hier angekommen ist. Alan und ich
suchen in verschiedene Richtungen. Wenzel bleibt am Wagen und Sascha schaut
sich mit Ingo um. Mit Amelie hatte ich mich am Haupteingang verabredet. Dort
standen dann auch Amelie, Anja und Alan der sie gerade gefunden hatte. Wir
gingen etwas essen in einem Lokal direkt am Bahnhofsparkplatz. Alan hatte
nach einem Tisch für 8 Personen gefragt auf englisch. Kaum das wir sitzen
kommt der Kellner mit 8 Bierkrügen. Das sorgte für Verwirrung, und das
Problem war, dass english people sich sehr ähnlich wie auf polnisch Bier
anhört. Es war laut und für mich sehr ungewohnt. Die Musik plärrte die ganze
Zeit aus den Lautsprechern man konnte sich kaum verständigen und ich fühlte
mich wie in einem Ameisennest. Sascha und Ingo brachten wir pünktlich zum
Bus und auch Wenzel sass am Ende in seinem Bus nachhause. Mit Anja und
Amelie fuhren wir zurück zum Lager das wir erst gegen 23:00 Uhr erreichten. |
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9. Juli Beobachtungen:
Spuren von Reh, Wildschwein
Da es gestern so spät wurde kamen wir heute erst
nach 10:00 mit schwerem Rucksack beladen in die Pötte. Es regnete leicht und
es war total nebelig. Es regnete schon sehr viel in der ganzen Nacht. Das Gras
war hoch und nass und wir mussten im Verlauf des Tages einige glitschige
Wege hoch und wieder runter. Wir umlaufen heute Walbrzych auf der westlichen
Seite und befinden uns fast druchgehen im Wald. Nur ein kleines Dorf müssen
wir durchqueren und kaufen noch ein Brot. Das Wetter wird besser und schwül.
Nach ca. 14km kommen wir aus dem Wald hinaus auf Wiesen vor einem ganz
kleinem Dorf. Wir entscheiden uns hier zu übernachten auf den Wiesen. In der
Entfernung können wir im Osten die Stadt Swiebodzice sehen. Zwei Bäche sind
in der Nähe, das Wasser schäumt allerdings leicht und ist rotbraun gefärbt.
Wir benutzen es abgekocht für die Suppe und für Tee. Die Tarps haben wir auf
einem Stück Wiese mit abgestorbenem Gras zu einem riesen Zelt aufgebaut.
Kaum das es stand kam das Gewitter und heftiger Regen. Da der Boden sehr
weich ist musste ich im Regen und dem aufkommenden Wind unsere Unterkunft
besser sichern. Wie schön das es regnet, man raus kann und man nicht kalt
wird und sofort friert. |
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10. Juli Beobachtungen:
Spuren vom Dachs, Reh, Wildschwein
In der Nacht hört es auf zu regnen und die Tarps
sind fast trocken. Auf dem Weg zum Wasser finde ich Dachsspuren. Es
ist schon jetzt schwülwarm und nach der Dorfpassage müssen wir den ersten
Hügel auf fast 750m hoch. schwitz schwitz. Wir durchqueren Wälder und
Wiesen die kaum noch genutzt werden. Das Gebiet erscheint schwach besiedelt,
ich bekomme den Eindruck dass hier eine starke Landflucht stattgefunden hat.
Viele Wiesen wirken verbuscht. Trotzdem finde ich im Verhältnis zu anderen
Gebieten weniger Spuren von Rehen, die sich hier eigentlich recht wohl
fühlen müssten. Dafür gibt es mehr Hasenspuren und Hinweise auf Marder. Eine
sehr schöne Wanderstrecke.
Die Abstiege von den Hügeln sind teilweise sehr
steil und Anja bekommt Probleme mit dem Knie. Als wir den letzten Hügel des
heutigen Tages geschafft haben nimmt sie dann die von mir angebotene
Kniestütze in Anspruch. Per SMS habe ich den Jürgen gebeten einen Wagen an
die Strasse zu schicken um eventuell Anja mitzunehmen oder zumindest das
Gepäck. Unser heutiges Lager ist auf einer Wiese an einem Fluss ( (Bobr)
gemeinsam mit einem Lager von zwei Familien aus der Tschechei mit Kanus. Am
Lagerfeuer haben wir gemeinsam gesungen. |
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11. Juli Beobachtungen:
Dachsspuren, Spuren von Hrisch, Reh udn Widschwein
Ein langer Weg heute, über 26km. Wir wandern durch
Hügellandschaften die sich mit Heuwiesen und Wäldern abwechseln.
Zwischendurch müssen wir eine Strasse oder ein Dorf durchqueren. Wir sind
ca. 60km Luftlinie östlich von Görlitz und die Landschaft ist sehr dünn
besiedelt. Es wird jetzt spannend wie sich das landschaftliche Bild in den
nächsten Tagen verändern wird, wenn wir ins Flachland kommen. Wir haben heute
zwei Schafherden beobachtet die scheinbar keinerlei Hütehunde haben.
Unser Lager ist auf einer Wiese, ziemlich nahe an einer Kreutzung |
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12. Juli Beobachtungen:
Spuren von Reh, Wildschwein
Der Verkehr war in der Nacht stärker als erwartet
und es war doch recht laut, zumindest für mich der jetzt fast seit 4 Monaten
Nachts Rehe, Füchse den Wind in den Bäumen und am frühen morgen die Vögel
singen hört. Wir haben heute den letzen über 700m hohen Hügel überwunden. Es ist schwülwarm und gegen Mittag fängt es an zu donnern.
Wir folgen einem Wanderweg der uns bis nach Wlen führen soll. 15km mit
leichtem Gepäck und weil es nach dem 700m Hügel nur bergab geht erreichen
wir Wlen vor der abgesprochenen Zeit. Unterwegs kommen wir an Dörfern,
Wäldern und Wiesen vorbei die sehr schwach besiedelt sind. Überall sehen wir
Wiesen die zuwuchern, in den Döfern verfallen teilweise 50% der ehemaligen
Häuser. Menschen treffen wir wenige und die Abstände zwischen den Wäldern
sind sehr kurz.
In Wlen angekommen gönnen wir uns ein Eis während
wir auf das Backup Team warten. Wir finden direkt an der Bobr einen mehr
oder weniger verlassenen Campingplatz auf dem wir übernachten dürfen. Es
gibt sogar ein Kulturzentrum mit Internetzugang. Dort kann ich ein paar
Kleinigkeiten auf der Homepage reparieren. |
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13. Juli Beobachtungen:
Spuren von Reh, Wildschwein, Marder
Wir laufen heute mit leichtem Gepäck los und
verabreden uns für den nachmittag bei Lwowek Slaski mit dem Backup Team um
dort die Rucksäcke schultern zu können. Obwohl wir an zwei Bächen mit 2
Quellen in der Nähe als Lagerplatz auswählen, nehmen wir ausreichend Wasser
mit. Dadurch werden die Rucksäcke recht schwer. Die Hügel sind hier nur noch
300m hoch maximal. Es gibt mehr landwirtscaftlich genutze Felder und ich
befürchte, dass die Bäche entweder leer sind oder das Wasser nicht wirklich
trinkbar. Es ist sehr warm und im Moment geht es mir eher darum
festzustellen ob diese Region als Korridorraum geeignet ist. Wie weit sind
die einzelnen Wälder voneinader entfernt und wie intensiev sind die Wege,
Wiesen, Felder und Wälder von Menschen genutzt werden. Die Wälder werden
weniger ab es sind noch genügend Versteckmöglichkeiten vorhanden und die
Abstände sind nicht zu gross. Alles wirkt nach wie vor nicht sehr intensiv
genutzt aus. Wir lagern wie geplant in der Näher der Bäche, die tatsächlich
leer sind. Ein Glück, dass wir extra Wasser mitgenommen haben. Allerdings
merken wir, dass wir vergessen haben Brot einzustecken. Amelie ist noch
spritzig genug und läuft 1,5km ins nächste Dorf und bekommt tatsächlich nach
19:00 noch Brot. Etwas später taucht ein alter Colli auf, der so
menschenfreundlich ist, dass ich ihn kaum vertreiben kann. Er tut mir leid,
aber wenn wir ihn füttern, wird er uns morgen eventuell den ganzen Tag
hinerher laufen. Shira regt sich auch entsprechend auf. Nach diesem Camp
bekomme ich den Eindruck, dass wir nur noch Tageswanderungen machen können,
weil wir in den letzten 5 Tagen im Flachland sind und wahrscheinlich
Probleme haben werden trinkbares und unbelastetes Wasser aus den Bächen zu
gewinnen. |
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14. Juli Beobachtungen:
Rehe
Heute schreibt
Amelie
Am Morgen werde ich von einem
fremden Hund begrüßt: eine alter, gutmütiger Collie aus dem nächsten Dorf
gibt Pfötchen und legt sich selbstverständlich zu mir auf meine Isomatte.
Peter beobachtet die Szenerie kommentarlos, dreht sich um und schläft
weiter. Die Nacht war ruhig unterm Tarp, nur nicht für Peter, der in der
Nacht mehrmals den Collie vom Lagerplatz vertrieben hatte –ohne Erfolg. Der
Hund weicht seit dem Vorabend nicht von unserer Seite. Paul sagt, er hat die
ganze Nacht hinterm Tarp geschlafen. Komisch: Er folgt uns nicht, als wir
losgehen. Aufbuch-Rekord diese Woche: Wir sind bereits 8:20 Uhr startklar.
Die Kraxe geschultert wandern wir gut erholt zweieinhalb Stunden, bis wir
auf das Back up Team treffen und die Last gegen leichteres Gepäck tauschen.
Jetzt läuft auch Anja mit uns, die wegen ihrem Knie im Back up Team
„Wellness-Tage“ macht (O-Ton Hans =). Die Füße geknetet, die Wasserflaschen
aufgefüllt und frisch gestärkt geht es weiter. Doch die gute Laune sinkt mit
jedem Schritt auf dem harten Asphalt, der den Rest des Tages (!!) unsere
Fußsohlen quält. Heute ist es heiß. Eine Runde Eis kühlt die erhitzten
Köpfe, hilft aber leider nicht gegen Blasen... Ab und zu sehen wir ein paar
Fuchslosungen, sonst nix besonderes. Am Lager wartet ein großes Bonbon auf
uns: ein Badesee!! Wasser auf der Haut, wie hab ich das vermisst ;]
Überhaupt wird mir in der Woche erst richtig bewusst, wie selbstverständlich
uns Trinkwasser, WC und trockene Socken erscheinen...
ciao, Eure Amelie |
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