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Tagebuch "Der Weg der Wölfe" Expedition 2005: zu Fuß durch die Karpaten von Rumänien bis Deutschland über 2000 km.

   

2. Woche

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Deutschland

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8. April

Sandra ist angekommen. Ich habe sie selber abgeholt. Freitag ist unser eigentlicher Ruhetag. Gut ich musste für ein paar Erledigungen selber nach Brasov fahren, was schon nach einer Woche Wandern komisch war. Als ich zurück kam, haben alle erzählt, dass Rehe direkt durch unser Lager gelaufen sind. Thilo war gerade im Wald unterwegs um ein paar Aufnahmen zu machen.

9. April

Beobachtungen: Luchsspuren, Bärenspuren, Spuren von Auerhühner und ein weibliches Tier habe ich fliegen gesehen.

Aufstieg ins Hargitha Gebirge. Ein Windwurf vor etlichen Jahren hat es sehr schwer gemacht den richtigen Weg zu finden. Fast alle Markierungen waren verschwunden. Ab 1300m Höhe mussten wir Schneeschuhe anziehen. Es wurde anstrengend. Wir haben doch einige recht frische Spuren von Bären finden können. Wir kamen bis auf ca. 1600m hoch. Dort gibt es ein paar Berghütten die bewirtschaftet waren. Wunderschöne Landschaft. Ursprünglich wollte ich hier oben Campen, da wir aber erst 14:30 hatten und der Weg am nächsten Tag sehr lang ist, sind wir noch ein Stück weiter. Zur nächsten Anhöhe. Am Ende mussten wir runter und haben an einer Forststrasse das Camp aufgeschlagen. Die Zeltstangen vom 2. Zelt fehlten und es war schon spät.

10. April

Beobachtungen: Bärenspuren direkt am Camp

Markus und Thilo sind die Stangen suchen, und wir konnten aus zeitlichen Gründen nicht weiter. Also mussten wir ganz runter. Es gab noch Verwicklungen bis der Landrover uns gefunden hatte.

Jetzt sind wir an der Verwaltung vom Hasmas Nationalpark. Dort geht es morgen hin.

 

11. April

Beobachtungen: Wölfe

Pünktlich um 8:00 war unser Lager zusammengebaut und alles verstaut. So früh haben wir es noch nie geschafft. Dann musste ich aber noch ins Büro des Nationalparks und wir haben ein paar Karten ausgedruckt. Um 9:00 ging es los, wir fuhren nach Alba zum Anfangspunkt unserer Wanderung. Wir fuhren auf der Forststrasse und vor uns auf der Wiese sahen wir eine graue Gestalt den Hang hoch rennen. Ich sage leise Wolf, der Gamewarden sagt Wildschwein und Markus denkt Bär. Es war ein Wolf. Es waren 4 Wölfe insgesamt. Thilo konnte Fotos machen. Der Gamewarden und der Biologe haben uns dann begleitet damit wir uns nicht verlaufen zum Pangarati Pass. Jetzt kommen die Schneeschuhe wieder richtig zur Geltung.

12. April

Beobachtungen: viele Bärenspuren, Auerhuhn

Vom Pangarati Pass wollen Markus und ich nach Hagota laufen. Ich habe eine Wanderkarte mit einem einfachen Weg der Gelb markiert ist. Wir lagern schon direkt an der gelben Markierung. Also easy. Wunderschöner Weg. Mit Hexenhäuschen im Nebel, denn es ist nasskalt. Nach über 2 Stunden merken wir etwas stimmt nicht. Ich nehme Kompass und Karte und der Weg führt in die falsche Richtung. Alles zurück. Am alten Lagerplatz folgen wir dann einer blau markierten Strasse bis zu einer Kreutzung. Laut Karte geht hier links ein roter Weg, rechts der blaue Weg und wir müssten gerade aus. Also folgen wir dem Weg. Immer wieder Bärenspuren ganz frisch. Nach 1 Stunde die Erkenntnis, auch der Weg ist falsch. Zurück und es ist schon 17:00. Wir hatten eine zweitägige Wanderung geplant. Das schaffen nun wir nicht mehr. Abbruch. Dann kommt die Sonne und wir haben ein super Lager zum Ausgleich.

13. April

Nach dem Abbruch gestern haben wir im Exped Tarp viel Platz und weder Wind noch Regen stört uns. Schönes Wetter beim Aufbruch, wir gehen runter nach Gheorgheni und müssen dort abgeholt werden. Um 14:30 sind wir am Lager bei Toplita. Sehr schön, leider keine Telefonverbindung.

Abends finden Thilo und ich noch eine frische Wolfslosung. Die zweite Probe die ich einsammeln kann.

Hallo "Zame"

Heute ist unser zweiter Ruhetag. Das Harghita Gebirge hatte es in sich, d.h. ohne Schneeschuhe ging überhaupt nichts weil noch sehr viel Schnee liegt. Auch das Wetter spielte nicht mehr so ganz mit. Nebel und Wind begleiteten uns den ganzen Tag. Auf die Zähne beissen und weiter auch wenn die Socken und Schuhe tropften. Leider konnten wir die letzte Überquerung nicht wie geplant durchführen, weil das Kartenmaterial einfach nicht stimmte und wir nur noch für einen Tag bei uns hatten.

Nun aber das Ereignis der Woche. Wir sind auf ein Rudel Wölfe gestossen die daran waren eine frisch erbeutete Hirschkuh zu zerlegen. Könnt Ihr Euch vorstellen - nicht Film oder TV es war live!

Markus

14. April

Ruhetag

Ich baue aus dem Tarp ein Wasch- und Duschraum. Dann muss ich den ganzen Tag am Komputer arbeiten. Es gibt hier ums Lager Wolf, und Bärenspuren abgesehen von Reh, Wildschwein und Hirschspuren. Die zweite Woche ist geschafft. Klaus wird heute Abend vom Busbahnhof in Sighisoare abgeholt.