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Tagebuch "Der Weg der Wölfe" Expedition
2005: zu Fuß durch die Karpaten von Rumänien bis Deutschland über 2000 km.

4. Woche
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Rumänien |
Ukraine |
Slowakei |
Polen
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Deutschland |
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Woche 1 |
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4 |
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„Hallo Zame“
Heute ist unser 3. Ruhetag. Die Touren dieser Woche führten durch das
Caliman-Gebirge. Leider musste Peter auch hier die Route etwas ändern weil
zuviel Schnee liegt. Leider ist auch auf dieser Tour das Wetter gegen uns.
Nebel, Regen und Wind waren die ständigen Begleiter. In der Nacht weckte uns
unsere Plane die uns davon fliegen wollte. Mit vereinten Kräften gelang es
uns das Regendach wieder zu verankern. Trotz der vielen Bärenspuren haben
wir leider noch keinen zu Gesicht bekommen. Auch Thilos Infrarot –
Fotoschranke brachte bis jetzt keinen Erfolg. Hoffe aber die nächste Woche
wirklich einen anzutreffen. Noch etwas für unsere gestressten Autofahrer. Um
Klaus von Bistrita abzuholen brauchte das Backup Team 12,5 Std und 3 Reifen.
Von unserem Kamp nach Bistrita sind es ca. 160km.
Gruss Markus
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22. April
Klaus und Sandra haben uns heute wieder verlassen. Sie
sagen es war anstrengend aber schön, trotz nasskaltem Wetter.
Mathias, Göran und Suzann sind gut angekommen.
Es regnet und schneit, je nach Höhenlage. Jürgen,
Alan, Suzann, Mathias und Göran fahren mit dem Passat zum Prislop Pass um
dort das nächste Camp aufzubauen. Allerdings kommen sie wegen dem Schnee nur
bis auf halber Höhe und finden dort einen Lagerplatz im Schnee.
Ich fahre mit Catalin, Sandra und Klaus nach Bistrita
um die Zwei zum Zug/Bus zu bringen und Geld zu holen. (Bankautomaten gibt es
nicht überall in den kleinen Dörfern.)
Thilo, Ana und Markus gehen nach Sacel und besuchen
eine 600 Jahre alte Keramikfabrik. Um ca.
19:00 sind wir alle am Camp. So kann ein sogennanter Ruhetag aussehen. |

Mathias und Suzann nach einer durchfrorenen Nacht. |
23. April
Beobachtungen: vermutlich eine Luchsspur
Zusammen mit Thilo, Markus, der wieder fit ist,
Suzann, Mathias und Göran machen wir uns auf den Weg um in den nächsten zwei
Tagen ins Rodnagebrige zu laufen. Da ich das Rodnagebirge wegen der
Wetterbedingungen auch nicht überqueren kann, möchte ich wenigstens ein
Stück davon erleben. In der Nacht hat es gefroren -6°C und geschneit. Der
Prislop Pass liegt auf 1419m Höhe und wir wollen soweit hoch wie möglich.
Schönster Pulverschnee. Mit den Schneeschuhen geht es hoch. Leider laufen
die Dinge nicht immer so wie geplant. Es ergab sich, dass Mathias, Göran und
Suzann aus privaten Gründen unplanmässig wieder abreisen mussten. Wir sind
also bis auf fast 1700m Höhe gelaufen und mussten leider alle wieder zurück.
Zurück am Camp erfuhren wir, dass Alan heute
Geburtstag hat. Also haben wir ein wenig gefeiert mit Kuchen. Danach mussten
unsere drei neuen Teilnehmer leider schon ihre Abreise vorbereiten.
Es schneit und taut gleichzeitig. |
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24. April In der Nacht
hat es nicht gefroren, aber noch etwas geschneit. Vielleicht verbessert sich
das Wetter. Mittlerweile schlafe ich die Nächte wieder durch. Ein Kompliment
an Exped, die Downmat 9 die ich habe ist hervorragend. Erstens gegen die
Bodenkälte, zweitens um Bodenunebenheiten auszugelichen.
Wegen des gestriegen Abbruchs habe ich heute einen
ungeplanten Ruhetag. Den nutze ich um am Komputer zu arbeiten. Thilo und Ana
sind in Borsa um ein kulturelles Fest zu besuchen.
Ich hoffe, dass ich bald meine Digitale Videokamera
einsetzen kann. Bei dem nasskaltem Wetter befürchte ich bleibende Schäden.
Für Montag bis Mittwoch oder Donnerstag ist die
mehrtägige Tour durch den Naturpark Maramures und den rumänsichen
Waldkarpaten geplant, bis zur ukrainischen Grenze. Die rumänsche
Grenzpolizei hat uns auch schon gefragt was wir hier so machen. Waren aber
sehr nett. |

Beim packen im kalten Wind. |
25. April
Beobachtungen: frische Wolfspuren und ältere Losungen, Fuchsspuren
Der Tag begann früh für uns, denn Mr. Pop von
einer lokalen Naturschutzorganisation und Costel vom Naturpark Maramures
kamen kurz vor 8 Uhr. Das erste Stück vom Prislop Pass in die Maramures ging
über Wiesen bis zu einer Hütte auf ca. 1700m. Wir hatten schon schnell super
Wolfspuren im Schnee, denen wir lange folgen konnten. Leider keine frische
Losung. Nach der Pause ab 13:00 kamen wir an steile Hänge mit 1,50 Schnee
der nass und rutschig war. Nur noch sehr langsam kamen wir voran und nur
durch die Ortskenntniss von Mr. Pop blieben wir irgendwie im zickzack Kurs
auf dem Weg. Es regnete. Wir brechen ständig in den Schnee ein und es wird
immer später. Um 17:00 waren wir noch weit weg von der Hütte, die wir erreichen
wollten. Ich entschied, dass wir abbrechn und den nächsten Weg runter
ins Tal nehmen. Ansonsten hätten wir jetzt erst noch klettern müssen und
Costel und Mr. Pop waren der Meinung das es bei den Schneebedingungen sehr
schwer wird.
Um ca. 19:00 waren wir im Tal und mussten einen
Bach überqueren. Alle haben es irgendwie trocken geschafft, bis auf Thilo,
der reinfiel. Um 21:00 waren wir in der Forstverwaltung in Borsa dort gab es
vier Betten. Blöd war, wir hatten alles dabei um im Wald zu übernachten,
allerdings hatten Costel und Mr. Pop, und Ana keinen Schlafsack dabei. Also
mussten wir einen Übernachtungsplatz für die finden. Jürgen kann ich nicht
erreichen. |
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26. April Ich habe
schlecht geschlafen in einem Haus in einem Bett. Kurz vor 9:00 antwortet
Jürgen und kommt uns holen. Er war schon am übernächsten Treffpunkt. Costel
hat vergessen Jürgen zu erklären wo wir uns am Dienstag treffen würden.
Somit hatte der gestrige Abbruch auch sein Gutes
Wir fahren ins letzte Camp in Rumänien bevor wir
uns auf die Fahrt in die Ukraine vorbereiten. Überraschung. Ein Forsthaus
in einem langen Tal ca. 15km vor der ukrainischen Grenze. Ich entscheide,
dass wir nun von hier 2 Exkursionen machen eine kurze heute, und eine lange
bis vor die Grenze mitten in der Wildniss, oder dem Nichts aber auf einer
alten Militärstrasse. Markus und ich haben
die Nächte trotz der Hütte im freien unterm Tarp verbracht. |
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27. April
Links ist eine Übersicht über die bisher gelaufene
Strecke durch Rumänien. Wie man erkennt, konnten wir insbesondere die sehr
hohen Abschnitte nicht laufen. Die werde ich noch nachholen müssen. Dazu
kommen Streckenabschnitte die wir nicht gefunden haben oder Touren wir aus anderen
Gründen abbrechen mußten.
Ich hoffe, dass ich die Route sehr bald wieder in
grüner Farbe möglichst komplett fortsetzen kann. Bei einer Expedition muss
man doch sehr flexibel sein, denn es gibt sehr viele unvorhersehbare
Situationen. Trotzdem bin ich bisher mit dem Verlauf zufrieden und es bleibt
spannend. Wann begegnen wir dem ersten Bären, und nicht nur den frischen
Spuren?
Ana ist fleissig und findet doch etliche Pensionen die
sehr an einer ökotouristischen entwicklung interessiert sind. Diese Infos
kann ich aber erst im Sommer zusammenfassen. |
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28. April Ich habe
so viele Bilder, dass es mir schon wirklich schwer fällt, eine Auwahl zu
treffen. Trotzdem fehlen immer wieder gerade die passenden Bilder die wir
mit einer analogen Kammera gemacht haben und nicht mit einer Digitalen.
Werden wir nochmals das Glück haben Wölfe zu sehen?
Welche Chancen haben wir einen Blick auf Pinselohr,
den Luchs zu erhaschen? Rechts ist die Hütte
bei Mihai zusammen entwickelt mit Christa Schudeja, die uns am Startpunkt
der Wanderung besucht hat. Christa versucht einen natur- und
sozialverträglichen Tourismus in der Gegend zu fördern. |
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