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Tagebuch "Der Weg der Wölfe" Expedition
2005: zu Fuß durch die Karpaten von Rumänien bis Deutschland über 2000 km.

5. Woche
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Rumänien |
Ukraine |
Slowakei |
Polen
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Deutschland |
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Woche 1 |
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29. April Wir haben bei
Ileana und Mihai in Vadu Izei übernachtet. Ich habe auf dem Veranda
geschlafen weil die Wiesen halb unter Wasser standen.
Stephan und Kathrin sind in Satu Mare mit dem Zug
angekommen sind aber in Satu Mare Süd auf dem Güterbahnhof ausgestiegen. Den
Bahnhof musste ich dann erst finden. Markus hat uns ganz früh morgens
verlassen nachdem er die Expedition 4 Wochen lang auf der gesamten
rumänischen Strecke begleitet hat.
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30. April Wir waren auf
alles mögliche an der ukrainischen Grenze gefasst. Es ging aber überraschend
problemlos. Wir mussten nun wieder auf der ukrainischen Seite ca. 135km zurück fahren bis wir gegenüber der Maramuresch und unserer letzten
Wanderung waren. In Rakhiv an der Nationalparkverwaltung haben wir Yaroslav
den Biologen getroffen. Da es schon spät war, haben wir dort übernachtet. In
der Orthodoxen Kirche ist jetzt Ostern. Trotzdem waren Geschäfte offen und
ich konnte problemlos vom Bankautomaten Geld ziehen. Leider gibt es hier
keine traditionelle Festlichkeiten mit entsprechender Kleidung. Schade. |
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Hallo “Zäme“
Meine Zeit in den Karpaten ist
leider schon vorbei. Während fast 5Wochen durfte ich Peter mit seinem Team
begleiten. Oft musste ich auf die Zähne beissen um das gesetzte Ziel zu
erreichen, denn Sturm , Regen und Schnee zerrten an der Substanz. Aber es
hat sich immer wieder gelohnt durchzuhalten und wenn Peter den Primuskocher
anwarf und der Geruch von heisser Suppe mit Nudeln die Luft erfüllte, waren
die Strapazen schon vergessen. Die Nächte in den Tarps (Exped) waren mir
sowieso am liebsten. Was gibt es schöneres als im warmen Schlafsack zu
liegen mit blick auf die endlosen Karpaten. Ich habe gelernt Spuren zu lesen
und zu deuten und erfuhr so viel über die Grossräuber Luchs, Bär und Wolf.
Ich hatte eine unvergessliche schöne Zeit in Rumänien und möchte auch dem
Back-up-Team mein Kompliment aussprechen das alles unternahm und uns mit
Essen und Trinken zu versorgen wenn wir nach 2-3 Tagen im nächsten Camp
eintrafen.
Nun bin ich um eine Erfahrung
reicher und ich hoffe, dass es nicht mein letzter Besuch in den Karpaten
war. Allen Menschen die Natur verbunden sind sprudelnde Bäche und endlose
Wälder und Hügel mögen sage ich:
Besucht Rumänien, besucht die
Karpaten
Gruss Markus |
1. Mai Beobachtungen:
Wolfsspuren, Hirschspuren
Markus hat jede Woche einen kurzen
Bericht für die Homepage geschrieben. Nun hat er mir noch ein Email
geschickt. Hier seine Zusamenfassung. Vielen Dank Markus, ich hoffe ich
werde Dich in Zukunft noch bei weiteren Abenteuern in den Karpaten als
Begleiter begrüssen können.
Wir sind östlich von Rakhiv in ein Tal gefahren um
mit der Wanderung möglichst dicht an der rumänischen Grenze beginnen zu
können. Wir befinden uns im Gebiet des Transkarpaten Biosphärenreservates.
Ein 4km langer Weg auf der Talstrasse brachte uns zum Ausgangspunkt. Laut
Karte sollte es einen Weg nach oben zum Hauptkamm geben. Den haben wir
nicht gefunden, weil es ihn so wohl nicht mehr gibt. Wir mussten über
Bäume kletternd steil den Kamm hoch in einem Fichtenwald. Um 18:00 waren wir
oben auf dem Hauptkamm, auf dem Weg der direkt von der Grenze kommt. Wir
können bis in die rumänischen Berge schauen. Da die Wiese recht trocken ist
bauen wir beide Tarps auf und haben sehr viel Platz und eine schöne Aussicht
nach Rumänien.
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Grün ist der gewanderte Weg, blau der gewollte |
2. Mai Beobachtungen:
Auerwild
Es regnete in der Nacht, aber alles blieb trocken.
Dafür ist es so nebelig, dass man kaum weiter als 50 m sehen kann. Sehr bald
kommen wir nur noch mit Schneeschuhen voran. Der Schnee ist tief, nass
und schwer. Stephan hat zunehmende Probleme mit seinem Knie. Damit hatte er
nicht gerechnet. Zudem wird der Weg immer steiler und wir erreichen die
Baumgrenze. Noch immer ist es nebelig, doch die Sonne verschafft sich Lücken
im Nebel. Oben auf dem Grat steht ein im Nebel gespennstisch anmutendes
Gebäude. Stephan kann sein Bein kaum noch heben und im Schnee ist es
besonders schlimm. Doch wir müsen noch ca. 200m steil über Felsen rauf. Die
Schneeschuhe müssen wir wieder an den Rucksack binden. Im Nebel erreichen
wir den Grat und hier steht eine Art Festung.
Ab jetzt geht es über den Grat und wir bekommen
einen Panoramablick auf die verschneite Bergkette vor uns. Leider kann
Stephan nicht weiter und wir müssen absteigen. Teilweise übernehme ich
seinen
Rucksack damit er sein Knie entlasten kann. Es geht sehr langsam. Als
wir den Wald erreichen gegen 17:30 suche ich einen Lagerplatz, denn Kathrin
und Stephan sind völlig erschöpft. Wir lagern mitten im Wald, ein Tarp als
Unterlage auf dem Schnee und eines als Regenschutz. Nass und kalt. Es regnet
immer wieder. |
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3. Mai Beobachtungen:
Wolfslosung und Auerwild
Auch in der Nacht hat es geregnet, doch am morgen
scheint die Sonne. Ein schwieriger Abstieg erst durch Schnee steil runter
dann über bemooste Felsen und Totholz gemischt mit Schnee. Das ist nicht nur
schwer, sondern auch gefährlich weil über all Löcher unter dem Moos und
dem Schnee lauern.
Erst als wir den Bach erreichen wird es einfacher,
weil glücklicherweise keine umgefallene Bäume den Bach blockieren und er
nicht mehr sehr steil ist. Es wird immer wärmer und wir machen im Tal eine
Pause. Gegen 14:00 erreichen wir den Startpunkt der Tour und stossen 3km
weiter auf Jürgen der schon mit dem Landrover auf uns wartet. Wir haben das
Lager nicht lange aufgebaut, als es wieder anfängt zu regnen und ein
heftiges Gewitter sich genau über uns entlädt. Der Donner echot laut von den
Bergen. |

Maria
Bilder von Kindern |
4. Mai Es regnetes die
ganze Nacht und wir lagerten neben einem Bach. Um 2 Uhr morgens packte ich
zur Sicherheit meinen Rucksack im Zelt, für den Fall, dass der Bach über die
Ufer treten sollte. Eine schnelle Notevakulierung blieb uns aber ersparrt.
Die ganze Nacht über habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich weiter
laufen soll. Schweren Herzens musste ich einsehen, dass weitere Versuche
die hohen Berge bei diesen anhaltend schlechten Wetterbedingungen und dem
sehr nassen tiefen Schnee zu überqueren so nicht machbar sind. Es gibt aber
nur noch einen Abschnitt mit Gipfeln um die 2000m Höhe. Wir treffen uns heute
nochmals an der Nationalparkverwaltung mit Yaroslav und Dr. Hammer dem
Direktor. Er gibt mir ein Begleitschreiben und Genehmigung, die ich zur Not
vorzeigen kann. Maria unsere ukrainische Begleitung hilft einzukaufen und
den Stossdämpfer am Wagen in einer Werkstatt repariert zu bekommen. Es
regnet immer wieder. Wir umfahren die nächste hohe Passage, und erreichen
ein Dorf Kapaha. Die Zeichnungen sind die
Ergebnisse eines Malwettbewerbs an Schulen des mit dem Nationalpark der
Transkarpaten. |
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5. Mai Es hat die ganze
Nacht geregnet und wir konnten unser Lager erst nach 20:00 aufbauen. Ich
habe im Tarp geschlafen, weil die angebrochene Zeltstange nun ganz gebrochen
ist. Trotz regen ging es aber gut. Ich habe Probleme ins Internet zu kommen,
weil das GSM Netz sehr schwankt. Dafür haben wir eine neues besseres Lager
gefunden, allerdings wieder dirket neben einenm tosendem Bergbach. Ich
arbeite in meinem Feldbüro und alle anderen gehen spazieren. Morgen geht die
Wanderung hoffentlich weiter. Das Bild
rechts zeigt wie in der Ukraine Holz auf den Flüssen transportiert worden
ist. Es handelt sich um eine handgemachtes 3D Kunstwerk aus dem Museum der
Nationalparkverwaltung in Rakhiv. |
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