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Tagebuch "Der Weg der Wölfe" Expedition
2005: zu Fuß durch die Karpaten von Rumänien bis Deutschland über 2000 km.

7. Woche
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Rumänien |
Ukraine |
Slowakei |
Polen
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Deutschland |
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Woche 1 |
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7 |
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13. Mai Freitag der 13.
Ein Ruhetag bei uns und wir haben schönes Wetter. Ich verbringen den Tag am
Komputer und den Abend am Lagerfeuer. Jeder geht ansonsten irgend welchen
eigenen Interessen nach.
Trotz aller Anstrengung feiern wir auch. Wir haben
bis um 00:30 am Lagerfeuer gesessen und gelacht und unsere Stimmbänder
strapaziert. Wahrscheinlich auch die Ohren der Zuhörer. |
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14. Mai Beobachtungen:
Fuchs, ein paar Hirsch und Rehspuren
Da ich bisher kaum Spuren von Wildtieren auf der
Strecke durch die Transkarpaten in der Ukraine finden konnte wollte ich
wenigstens einen Tag dazu nutzen um mich in einem Gebiet etwas umzusehen. Es
schien die Sonne es war warm und wir gingen durch einen grün blühenden Wald.
Wir fanden ein paar sehr deutliche Spuren von Rehen, und im Laub ein paar
Abdrücke die wohl vom Hirsch stammen. Wir sind durch ganz unterschiedliche
Habitate, vom frisch blühendem Jungwald über Altwald, bis hinauf zum Wald er
noch nicht blüht gegangen. Es waren überwiegend Buchen Weisstannen Mischwälder, aber
es gab auch Abschnitte mit Fichte. Immerwieder fanden wir Eschen,
Vogelkirsche, Ahorn, Ulmen, Eberesche und andere Bäume. Sowohl auf den
Lichtungen, als auch auf zuwachsende Kahlschläge habe ich nach Hinweisen Ausschau
gehalten. Ich konnte weder viele Losungen, noch Spuren noch andere Hinweise
finden. Das ist mein Eindruck den ich von der gesamten Strecke hatte. Im
Vergleich mit den Wäldern in Rumänien finde ich in der Ukraine deutlich
weniger Wildtierspuren. Dafür viele Fuchsspuren.
Stephan erholt sich beim plantschen. |
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15. Mai Beobachtungen:
Wolfslosung
Der heutige Tag begann weiter westlich von dem Gipfel
zu dem wir gestern gewandert sind. Wir wanderten durch einen wunderbaren Wald in dem
wir ein
paar Spuren und Geräusche finden konnten die auf Wildtiere hinweisen. Es
hat die erste Hälfte des Tages nur geregnet. Nur Stephan ist mitgekommen.
Sein Knie scheint sich zu erholen. Jetzt hat es Kathrin am Knie erwischt.
Unterwegs sind wir noch von einem Forstbeamten gefragt worden wo wir
hingehen, weil wir uns in einem eigentlich abgesperrtem Gebiet aufhielten
und ungarische Gäste an einer Hütte waren. Auf ca 1100m Höhe kamen wir auf
die Almwiese und mussten uns mit dem GPS zum Weg der uns wieder
herunterführen sollte manöverieren. Kaum hatten wir den Weg gefunden
lichtete sich der Nebel und wir hatten freie Sicht auf das Tal in das wir
absteigen wollten. Alte zusammengebrochene militärische Gebäude waren hier
oben. Bei klarer Sicht müssten wir bis zur Slowakei sehen können. Unten
treffen wir die anderen am Camp.
Thilo bei der Arbeit, er photographiert Leute,
Kultur, Landschaft, Expedition und findet viele andere Motive. |
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16. Mai Ein Fuchs oder
Hund weckte mich in der Nacht. Er hat den Topf runtergeworfen. Offensichtlich
war ich der einzige der das gehört hat. Unser Müllsack stand auch draussen,
aber in der Nähe der Fahrzeuge. Am nächsten Morgen konnten wir den Müll
wieder einsammeln. Ich dachte eigentlich, dass der Müll am Abend auf den
Wagen gestellt wird. Nun gut, aus Erfahrungen wird man schlauer.
Kathrin, Stephan und ich haben uns zur letzten
Etappe in der Ukraine aufgemacht, praktisch von dort wo wir gestern runter
gekommen sind. Damit es uns nicht zu langweilig wird regnete es diesmal nur
leicht und der Nebel hing schon auf 750m unten. Wir mussten über einen 850m
hohen Kamm. Ein schöner Buchenwald mit sehr alten Buchen durch den wir
gelaufen sind. Im Nebel wirken diese Buchen wie Waldgeister. Man erkennt
Nasen, Augen und Ohren und sogar ganze Gesichter. Um 11:00 waren wir oben
und mussten nun runter zu einem Dorf und dann der Zugangsstrasse folgen.
Kaum waren wir aus dem Nebel raus schien die Sonne. Wir liefen erst durch
einen Birkenwald und dann über Wiesen die gelb leuchteten mit lauter
Löwenzahn. Ein unglaublich malerisches Motiv. Das Dorf war klein und liegt
sehr abgelgen. Es passte mit den alten urspünglichen Häusern den Menschen
und den vielen Obstbäumen in die Landschaft wie ich es selten gesehen habe.
Es war wie wenn man durch eine Parklandschaft läuft.
Wir treffen Jürgen auf der Zugangstrasse und sind
jetzt nur 15-20km von der Grenze entfernt. |
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17. Mai Es ist schwül
warm. In der Nacht kam ein heftiges Gewitter und heftiger Regen. Die Zelte
halten auch nach 7 Wochen dem Regen noch stand. Auch mein Zelt mit der
gebrochenen und notdürftig reparierten Stange hält dicht
Am früher Morgen kommt ein betrunkener Passant
mitten im Regen macht einen irren Lärm und fragt ob wir Wodka hätten. Er
setzt sich unter das Tarp und wartet bis zum morgengrauen bevor er wieder
geht.
Heute bereiten wir alles für die Abbreise in die
Slowakei vor, gehen hier nochmals einkaufen und tanken die Fahrzeuge. Ich
nutze den Tag um mit der Maria ihre Informationen aufzuschreiben. Morgen
geht es in die Slowakei. |

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18. Mai Wir sind in der
Slowakei. Es regnet.An der Grenze war man wieder genu. Die ukrainischen
Grenzbeamten haben alle Sachen aus dem Passat untersucht, insbesondere die
Sachen vom Thilo, die alle im Passat waren. Dann haben die Probleme damit
bekommen, dass mir beide Fahrzeuge gehören, und dass wir die Fahrzeuge bei
der Einreise unterschiedlich besetzt hatten als bei der Ausreise. Besonders
kompliziert war, dass ich bei der Einreise den Landrover gefahren bin und
mit dem Passat wieder die Ukraine verlassen wollte. Der Landrover stand
genau hinter mir. Shira ist läufig, das hat die Drogenhunde doch sehr stark
abgelenkt. Das ganze hat ca. 1,5 Std. gedauert. Den Landrover haben sie dann
nur noch oberflächlich begutachtet. Es war wohl zuviel Arbeit jetzt noch den
voll gestopften Wagen plus Dachkisten zu untersuchen.
Da es nur geschüttet hat sind wir nach Snina in der
Ostslowakei gefahren und haben Geld geholt. Thilo war so ungeduldig, und ist
heute schon zum Flughafen gefahren. Alan hat in hingebracht. Wir (Jürgen,
Stephan und Kathrin und ich) haben ein Camp aufgebaut. Unsere Abendemahlzeit
war eine Geschmacksexplosion. Wir hatten aus Rumänien noch etwas das wir ein
Reisgericht aussah und Stephan machte daraus eine Suppe. Es handelte sich
aber um eine Gewürzmischung. Zelte unter dem Tarp
direkt am Wagen. Sehr bequem, trotz heftigem Gewitter und Regenschauer die
ganze Nacht. |
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19. Mai Beobachtungen:
Wolfslosungen, Spuren von Hirschen
Während Jürgen und Alan die neuen Teilnehmer vom
Flughafen abholen und Stephan und Kathrin wegbringen bin ich alleine
unterwegs zur polnisch/slowakischen Grenze. Dort verläuft für die nächsten
Tage die Wanderroute. Es regnet wirklich ununterbrochen den ganzen Tag. Um
14:00 kommt noch zusätzlich ein so starker Sturm auf, dass ich mich nicht
traue ganz zum Kamm in den Wald hoch zu laufen. Ich finde einen sichern und
halbwegs trockenen Ort in einem jungen Kiefernwald der im Windschatten von
einigen Birken und jungen Buchen steht. Dort kann ich mein Lager
aufschlagen. Da mir kalt ist verkrieche ich mich im Schlafsack und hoffe, dass
sich der Sturm über Nacht austobt. Ich schrecke immer wieder auf, wenn es
richtig heftig in den Bäumen rauscht und der Boden leicht zu beben scheint.
Immerhin ist der Boden von dem vielen Regen der letzten Wochen auch
aufgeweicht. |
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