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Tagebuch "Der Weg der Wölfe" Expedition 2005: zu Fuß durch die Karpaten von Rumänien bis Deutschland über 2000 km.

   

9. Woche

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Deutschland

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Diana                                              Steffen

         

 Wolfgang                                      Thyra

27. Mai

Wie üblich arbeite ich heute wieder am Computer und habe den grossen Waschtag.

Stefan, Nele, Riccardo und Regina haben uns nach einer Woche wieder verlassen. Gerlinde bleibt uns noch eine zweite Woche erhalten. Es war eine Super Woche wir hatten viel Spass trotz einiger Blasen. Schöne Lager in den Bergen und klasse Wetter. Übrigens konnten wir auch schon die Hohe Tarta erkennen.

Alan holt derzeit die neuen Mitwanderer aus Koscie ab.Die müssten eigentlich bald ankommen.

Sie sind da es ist 12:30. Diana, Bruder Steffen mit Vater Wolfgang und Thyra.

Es ist ein ruhiger erholsamer Tag. Am Nachmittag setzten wir uns zusammen und unterhalten uns über Wölfe, das Projekt und andere Dinge. Dann muss ich zurück an den Computer und die anderen machen einen Spaziergang.

 

Zwischenbericht von Kathrin:

Hallo Naturfreunde,

seit Tagen bin ich von einer erlebnisreichen Wanderung zurück...

Anfangs stieß ich in den Schneeregionen an meine physischen Grenzen, dabei kamen mir die schlimmsten Gedanken auf, wie ich dem Peter am besten „den Hals umdrehe.“ (Peter, wie ich Dich kenne, trägst Du  es mit Fassung!) Dabei konnte er am wenigsten für meine miserable Kondition. Aber es spornte mich an, weiterzumachen. Allein der Panoramablick, der sich uns am Gipfel der Berge bot, ist Belohnung genug, um alle körperlichen Strapazen zu vergessen.

Auch wenn ich nicht, wie erhofft, den Großräubern Wolf, Bär und Luchs begegnet bin, nehme ich viele wunderschöne Erinnerungen an eine Landschaft mit, die mir so noch nie begegnet ist. Gesunde, ursprüngliche Buchenwälder so weit das Auge reicht. Die vielen nebligen Tage, in denen wir durch den Wald stapfen durften, und manch ein eigenwillig gewachsener Baum regten meine Fantasie an. Der Wald zeigte uns seine Gesichter, Formen und Farben verschwammen zu skurrilen Fabelwesen.

Während unserer Zeit in der Ukraine haben wir, Stephan und ich, liebe Freunde gewonnen. Da denke ich besonders an Jürgen und Alan, die uns mit allem umsorgten und für jeden Spaß zu haben waren (Simsalabim...). Der Abschied von ihnen viel mir besonders schwer, aber die Freude wird umso größer sein, wenn wir uns ins Sachsen wieder sehen.

Wir trafen in den Ortschaften, die wir durchwanderten, auf neugierige, aber freundliche und hilfsbereite Menschen, genossen ihre Gastfreundschaft und waren erstaunt, wie offen sie uns gegenüberstanden.

Ich bin mit völlig neuen, positiven Eindrücken und bleibenden Erinnerungen heimgekehrt und hoffe, dass unsere Nachfolger ebenso empfinden.

Peter, wir drücken Dir und Deinem Team die Daumen, kommt gesund und munter in Deutschland an. Auf ein baldiges Wiedersehen!

Viele Grüße
Kathrin

28. Mai

Kathrin und Stephan haben uns die ganzen drei Wochen in der Uraine begleitet. Durch dicken und dünnen Nebel, Regen Schnee udn Sonnenschein. Ein herzliches Dankeschön an Kathrin udn Stephan auch von Alan, Jürgen und Shira.

Beobachtungen: Spuren von Hirsch, Reh und Wildschwein.

Wir brechen mit Tagesgepäck auf denn wir treffen Jürgen und ALan in Sabinov um den schweren Rucksack für den Rest der Strecke mitzunehmen. Wir müssen den Berg zwischen dem Lager und Sabinov hoch, durch ein Skigebiet mit ein paar Schleppliften und auf der anderen Seite wieder runter. Der Aufstieg geht durch einen sehr durchmischten Wald mit vielen Pionierbaumarten wie Birke, Weiden und vielen Obstbäumen. Es scheint ehemals eine Wiese oder eine Waldweidelandschaft gewesen zu sein. Alle grossen Baumarten wie Buche, Ahorn, Tanne etc. haben starke Äste im unteren Bereich. Spuren von Hirsch, Reh und Wildschwein finden wir bis oben und auf der anderen Seite bis in die Nähe des ersten Dorfes. Vom Dorf bis zur Hauptstrasse bei Sabinov sind es ca. 5km zu laufen in mitten der Sonne auf einer asphaltierten Strasse vorbei an Feldern. Sehr unangenehm. In Sabinov in einem kleinen Park treffen wir um 14:20 auf Jürgen. Dieses erste Stück ist Gerlinde nicht mitgelaufen um Knie und Fussgelenke zu schonen. Wir machen im Schatten ca. 1 Stunde Pause. In der Zwischenzeit hole ich Geld am Bankautomaten. Dann laufen wir noch fast 2 Stunden weiter mit Rucksack. Gleich im Süden von Sabinov geht ein bewaldeter Kamm hoch der nach Westen verläuft. dem folgen wir und finden ein Lager in der Nähe einer Quelle auf einer Wiese. Allerdings mögen uns dort auch die Mücken.

Wir wandern in einem Teil der Karpaten der stärker besiedelt ist und von einigen stark befahrenen Strassen und grösseren Landwirtschaftlich genutzen Flächen segmentiert wird. Wir versuchen in den nächsten tagen einem Waldgebiet zu durchlaufen das wie ein Korrirdor auf der Karte erscheint. Spuren von Wolf, Bär oder Luchs haben wir seit einigen Tagen nicht mehr gefunden.

 

 

29. Mai

Beobachtungen: Reh, Spuren von Hirsch, Reh, Wildschwein und Fuchs

Die Sonnen scheint uns schon um 5:00 ins Gesicht. Um 6:30 stehen schon alle auf, es wird warm und es ist einfach hell. Während wir mit den morgentlichen Beschäftigunegn wie Frühstück und Lagerabbau beschäftigt sind läuft auf der Wiese gegenüber ein Reh entlang. Shira liegt unter dem Tarp aber die Leine ist nicht fixiert. Sie sieht es und rennt los. Das Grass ist allerdings so hoch, dass sie schon mühe hat sehr schnell zu laufen nach 300m gibt sie auf, das Reh ist eh schon weg. Als ich endlich meine Schuhe an hatte bin ich ihr hinterher. Sie war aber schon auf dem Rückweg als ich fast bei ihr war.

Wir wollen heute dem Wald weiter folgen bis zu einem Pass an dem die neuen Autobahn unter den Bergen durchgeführt wird und nur die Landstrasse oben drüber führt. Es könnte sich um einen wichtigen Korridorraum um die Hauptverkehrwege zwischen Presov und der Hohen Tatra zu überqueren. In der mittlerweilen sehr warmen Sonne wird jede Überquerung weiter offenen Wiesen schon recht unangenehm. Meistens können wir uns aber im Wald bzw. im Schatten am Waldrand bewegen. Der Wasserkonsum steigt auf das doppelte. Wir bewältigen zwei Anstiege auf knapp über 1000m und treffen Jürgen auf unserem letzten Abstieg zum Camp. Jürgen und Alan haben sich ein Lager ausgesucht, dass genau an der von mir angedachten Lagerstelle für uns Wanderer sein sollte. Also haben wir eine unplanmässiges gemeinsames Camp. Das war eigentlich erst für den folgenden Abend gedacht. Alle sind müde, aber guter Laune trotz der ersten Blasen.

                                                 

30. Mai

Heute ist mal wieder ein Tag mit leichtem Gepäck angesagt. Vom lager aus wandern wir zur Passtrasse runter und dirket auf der anderen Seite einen steilen Weg hoch. Wir benötigen gut 2,5 Std um auf die Spitze mit interessanten Felsformationen zu kommen. Hier muss man schon etwas trittsicher sein, denn es geht teilweise steil runter und der Weg ist nur Fussbreit am Felsen vorbei. Es wird deutlich, dass wir eine landwirtschaftlich genutzte Tiefeben umgehen. Denn wir erkennen vond er Aussicht auch wie es in den Hügeln wieder nach westen geht. Im Moment laufen wir in südliche Richtung. Nach 4,5 std. erreichen wir ein Dorf und müsseen über die Dorfstrasse bis zum nächsten Dorf gehen, bei 30°C im Schatten aus Asphalt. Eine Umgehung im Wald wäre durch quer durch den Wald möglich. Um 15:00 treffen wir Jürgen und Alan in Krompachy.

Das Lager ist nicht ideal, wir hatten aber schon schlimmers. Um 22:00 kommen Robin Rigg von der slowakischen Wildlife Society und Marc aus Frankreich bei uns an. Marc befragt in gnaz Europa Schäfer über ihre Traditionen und auch Probelme. Robin hilft ihm hier in der Slowakei Schäfer zu befragen. Wir machen noch ein Lagerfeuer und unterhalten uns bis um 1:00 morgens.

31. Mai

Beobachtungen: Wolfspuren, Spuren von Hirsch, Reh und Wildschwein, Hirsche

Robin und Marc haben bei uns übernachtet. Es fängt an zu regnen. Heute beginnt eine dreitägige Tour. Steffen läuft wegen einer wundgelaufnen Blase an der Ferse nicht mit und Gerlinde hat nach wie vor Probleme mit ihrem Knie und dem Fussgelenk. Also laufen Diana, Wolfgang und Thyra mit mir los. Ziel das slowakische Paradies. Alan setzt uns am gestriegen Treffpunkt ab und wir laufen im Regen los. Nach ca. 2std hört es auf zurgenen udn wir haben eine schöne klare Luft. Die erste Teappe bringt uns an einem Dorf vorbei. Wir sind spät losgelaufen und kommen nach dem Dorf nur noch bis auf den Kamm rauf und schlagen unser Lager auf. Eine schöne Aussicht und eine gute Chance Wildtiere zu beobachten.Wir sitzen gerade am zusammen nach dem Abendessen als Wolfgang drei Hrische sieht die hinter unserem Lager weiden. Sie sind etwas hinter der Kuppe und ich schleiche zur Kamera. Leider ist es schon zu dunkel für gute Bilder. Vermutlich sind alle verwackelt. In der Nacht bellt Shira und will raus. Ich höre Hufgetrampel.

 

Hohe Tatra: die Aufgabe für die kommende Woche

1. Juni

Beobachtungen: Reh, Fuchs und Spuren von Reh, Wildschwein, Hirsch, Wolf, Luchs und Wildkatze.

Es ging ein kalter Wind heute Nacht. ich habe am letzte Camp die warmen Wintersachen aus dem Rucksack geräumt. Die Marmot Flurry-Jacke werde ich wieder reinstopfen bei nächster Gelegenheit (ist super warm, wiegt nicht viel und gut stopfbar).

Am morgen haben wir einen Blick auf die Hohe Tatra. Da fängt man gleich an zu schwitzen. Das wird ein anstrengendes Stück Arbeitt dort hoch.

Es sind sehr gemässigte Wege und wir wandern den ganzen tag. Allerdings haben wir Probeleme den markierten Weg zu finden, weil die Markierungen schlecht sichtbar sind oder wegen umgefallener Bäume nihct mehr existieren. Dafür rennt ein Reh an uns vorbei und wir finden weitere Wolfspuren und Losungen und sehr schöne Luchsabdrücke direkt neben den Abdrücken einer Wildkatze. (leider kein digitales Bild). Wegen der Wanderwegproblematik kommen wir nicht so schnell voran.

Wir hatten dmait spekuliert, dass Steffen den letzten Tag wieder mlitlaufen wird und wir deswegen am Nachmittag auf das Backup team treffen. Es kam anders und Steffen läuft nicht mit. Wir kaufen deshalb im Dorf etwas Brot und Käse ein.

Wir kommen nicht ganz so schnell voran wie gewünscht und wollen bei einem Ausischtspunkt übernachten. Leider gibt es dort keine Aussicht mehr und wir stehen mitten im Fichtenwald mit vielen Blaubeeren. Also suchen wir hier einen Platz zum Campen. Es ist kalt geworden und regnet immer mal wieder. Wir bauen die Tarps mitten auf dem Weg auf. Wenn hier Wildteire vorbei kommen rennen sie direkt in unsere Arme. Trotz der kühlen Temperatur haben wir Spass und die Suppe wärmt alle wieder auf.

In der Nähe des Lagers finde ich noch eine weitere Wolfsslosung.

2. Juni

Am morgen hatte ich eine dünne Eisschicht auf meinem Tarp. Es war kalt und es dauert bis die Sonne den Weg zwischen den Fichten etwas erwärmen konnte. Ich schickte Jürgen eine SMS, dass wir es bis zu seinem Lager bei Verna nicht schaffen werden und wir gegen 15:30 abgeholt werden müssen. Luftline wären es zwar weniger als 10km gewesen aber die Wege führten alle in ganz andere Richtung und 10km Asphahlt wollte ich uns ersparen. Der Weg war sehr schön, wechselnde Wälder mit Wiesen. Am früher Nachmittag ging es dann sehr steil hoch. Auf eine Felsnase mit Aussicht über die ganzen Wälder des slowakischen Paradies. Es war warm aber nicht heiss, sehr angenehm zum laufen. Wir waren auf einem Lehrpfad. Von der Felsspitz ging es steil runter entlang eines Baches bis zur Strasse. Dort konnten wir an einem grösseren bach die Füsse kühlen, bevor wir jetzt die normale Strasse bis zum Dorf laufen, ca. 4km. Auf einer Wiese an der Strasse sehen wir noch einen Fuchs bei der Mäusejagt.

Alan steht auf dem abgesprochenen Parkplatz und bringt uns zum Camp. sehr schön. Ein Förster ist wohl vorbei gekommen und hat uns Käse gebracht.

Am Lagerfeuer trinken fast alle Wein und reden und singen bis kurz vor Mitternacht.